Montag, 20. Mai 2013

Osteuropäisches Weißbrot - Lepinje

Heute gibt es ein Rezept zu einer osteuropäischen Leckerei. Entschuldigt meine geografische Ungenauigkeit, aber im Netz spalten sich die Geister, aus welchem Land nun wirklich dieses Rezept für Weißbrot stammt. Öfter liest man da Kroatien oder Serbien aber das spielt ja in einer globalisierten Welt eigentlich keine Rolle mehr.

Am besten kann man das Brot in der Friteuse zubereiten, weil das mit dem Fett und Öl und allem drum und dran nicht so eine Sauerei ist.
Da ich aber zu Hause keine Friteuse habe, mussten wir auf die Pfanne zurückgreifen.

Teig

Den Teig rührt man nach eigenem Ermessen an. Wir hatten um die 400 Gramm Mehl, eine Tasse Milch, in die wir ein Päckchen Hefe geschüttet haben und eine Prise Salz dazu.

Dann den Teig schön durchkneten.

Je nach Experementierlaune könnte man auch noch ein Gewürz dazu geben, wie Oregano oder Koriander.




Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, den Teig aufzuteilen.
Man könnte zum einen den gesamten Teig ausrollen und dann in kleinerer Teile schneiden oder aber, und das haben wir für uns als die bessere Alternative entschieden,
kleine Kügelchen vom  Teig abreißen und diese dann ausrollen.

Gut ausgestattet seid ihr dann mit einem klassischen Nudelholz oder, wenn ihr so was nicht zur Hand habt, so wie wir, einfach eine glatte Flasche mit Mehl bestäuben und diese dann zum Ausrollen missbrauchen.

Ramazotti-Flaschen eignen sich beispielsweise schon mal sehr gut.



Hat man den ganzen Teig in kleine Fladen ausgerollt kommen diese in eine Pfanne, in der ihr am besten das Frittieröl schon erhitzt habt. Die Fladen müssen so richtig schön darin schwimmen ^^

Die kleinen Fladen gehen extrem schnell auf und müssen gewendet werden, bis sie auf beiden Seiten goldbraun sind.
Und schon ist das osteuropäische Weißbrot fertig.

Man kann dazu noch Dipps in allen möglichen Varianten anbieten, Aufstriche und sogar Süßes, wie Nutella und Erdbeermarmelade. Ein schnell gemachter Alles- Könner für den kleinen Appetit.

Viel Spaß beim Nachmachen !



Montag, 4. Februar 2013

Und alle so, yeah, Hausarbeit!

Hausarbeit, Facharbeit, Doktorarbeit... das sind alles Bezeichnungen für Schriften, die kein Mensch gerne liest und noch viel wichtiger, kein Mensch gerne schreibt. Man verfasst diese nämlich nach dem sogenannten wissenschaftlichen Standard. Das heißt erstmal, dass man die Seite so beschneidet, das man kaum drei Worte in eine Zeile kriegt. Das sieht unheimlich schick aus und dient sowohl der Faulheit des Verfassenden, da dieser dann nicht mehr allzu viel schreiben muss, als auch der des Lesers, der folgerichtig auch weniger lesen muss. Dann nimmt man noch einen 1,5 zeiligen Zeilenabstand und violá. Aus vorher acht knüppelharten Seiten Fließtext werden jetzt vielleicht noch tatsächliche 5 1/2. In dieser formalen Hinsicht sind Texte nach wissenschaftlichen Standard also eigentlich ganz cool. 
  
Darf ich vorstellen? 
Der Teufel höchstpersönlich: 
Wikipedia


Das Problem liegt an dem Inhalt.
Themenfindung in einem Kurs von dem man keine Ahnung hat, ist das erste Abenteuer. Hat man einigermaßen die Fragestellung formuliert, merkt man, das man gar nicht weiß, wie man der Sache auf den Grund gehen soll. Und aus einer eigentlich spannenden, aber noch nicht beantworteten Frage, wird irgendeine, die schon 1000 Menschen zuvor gefragt und beantwortet haben, DENN man braucht ja auch eine gescheite Lektüreliste. Mein liebster Freund Wikipedia wird als absolutes No Go verteufelt und leider verbannt. Man braucht so richtig dicke Schinken, die mega kompliziert klingen, am besten auf Englisch, mit mindestens 50.000 Seiten stinklangweiliger Materie.

 Komm mit mir in die Lernfantasie, 
der Eintritt kostet Konzentration!

Dass man das Buch hat, reicht natürlich nicht. Man muss es sogar lesen. Nicht ganz. Aber schon eine Seite hat einen unglaublichen Knock-Out-Charakter. Nach spätestens zwei Seiten schweifen die Gedanken ab, in die bunteste Fantasie, die der Mensch kreieren kann, die Lernfantasie. Die kommt immer dann, wenn man sie gar nicht gebraucht und sie malt die schönsten Geschichten. In unkreativen Phasen kommt die Ablenkung auch in Facebook-Form vorbei. Kann man sich einigermaßen konzentrieren, stellt man schnell fest, dass die Fragestellung doch nicht soooooo gut zu dem Buch passt. Frage oder Buch ändern? Noch mal in die Bibliothek fahren? Nö. Also Frage ändern. Schon wieder. Gut, dass wir nicht mehr handschriftlich arbeiten.

Hat man so einigermaßen das Thema auf der Kette, muss man es jetzt noch ausformulieren. Und zwar irgendwie hochgestochen und total professionell. Hier sei mal angemerkt, dass ich meine Hausarbeit in der Übung "Computerspiele" schreiben muss. Sich bei so etwas trivialem vernünftig und gewichtig auszudrücken, fällt mir wahrhaftig schwer. Es kommt mir einfach aufgesetzt und falsch vor. Auch wenn ich an meinen Professor denke, passt dieser gehobene Stil irgendwie nicht. Aber er hätte das natürlich trotzdem gern so.

Lecker Inhaltsverzeichnis 
mit Fußnotensauce

Dass der ganze Quatsch gar nicht in meinem Köpfchen zustande gekommen ist, muss ich dann noch durch die süßen, kleinen Fußnoten anmerken. Mit Autor, Vor – und Nachname, Texttitel, Buchtitel, Verlag, Herausgeber, Ort, Zeit, Lieblingsgericht des Autors, von deiner Mama und der Name deines ersten Haustieres. Da staunt man, was so alles in eine Fußnote gehört. Als ob der Professor bei circa 60 Hausarbeiten, die er nur in einem Kurs bearbeiten muss, jede Quelle kontrolliert. Und als ob ich auch nur einen einzigen Gedanken in dieser Schrift selbst gefasst hätte. Die eidesstaatliche Erklärung am Ende sollte einfach besagen, dass meine Leistung darin besteht, das Wissen anderer Menschen zusammenzutragen und umzuformulieren. Ich habe nichts geleistet und bitte, stellt mir bloß keine Fragen. Das schwöre ich vor Gott, der Welt, Deutschland und meinem werten Professor. Zack, Unterschrift drunter und weg mit den Fußnoten. Das wäre schön. Aber schön ist heute aus. Heut gibts Lecker Inhaltsverzeichnis mit Fußnotensauce und Zitationsshake. Yeah!



 
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